CV oder Lebenslauf von Remigius Wagner

Remigius vor einem Universtitätsgebäude in VaranasiGeboren wurde ich 1958 in Stans NW und habe einige Jahre an verschiedenen Orten in der Schweiz gelebt (Lungern OW, Rapperswil SG, Fribourg, Basel, Bern und Appenzell). Hinzu kommen einige mehrmonatige Aufenthalte in verschiedenen Ländern dieser Welt (Frankreich, Südamerika und vor allem in Indien).

Nach den Grundschulen in Rapperswil SG besuchte ich für sieben Jahre das Internat in Appenzell und schloss dort mit der Matura ab.

Meine erste berufliche Ausbildung war Sekundarlehrer in Fribourg, die ich mit Diplom abschloss und drei Jahre als Lehrer ausübte. Ich wusste schon von Beginn an, dass ich weiter studieren wollte. So vieles schien noch entdeckt und erlebt werden zu wollen.

Meine zweite beruflche Ausbildung war Kunstgeschichte, Vergleichende Sprachwissenschaften und Informatik an der Uni in Fribourg, die ich mit Lizentiat im Jahr 1991 abschloss. Es war der erste Abschluss dieser Uni mit einer solch ungewöhnlichen, aber sehr gefragten Fächerkombination. Es folgten berufliche Etappen als Leiter Sammlungsinventar im Historischen Museum Basel, als Projektleiter für einen Verbund mehrerer Bibliotheken der Bundesverwaltung und als Leiter Informatikdienst bei der röm.-kath. Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung.

Im Jahr 2000 begann meine Selbständigkeit in der eigenen Firma Kulturinformatik, vor allem für Internet- und Informatikprojekte im Bereich Kultur. Bald entwickelte ich Lehrgänge und leitete Workshops in Projektmanagement und Kulturinformatik. Ebenfalls wirkte ich in Fachverbänden mit.

In mehrmaligen Studienreisen wollte ich fremde Kulturen entdecken, vor allem in mehreren Aufenthalten in Indien, um deren Kultur, Yoga und Tantra zu vertiefen. Körperarbeit und Meditation wurde eine wichtige Ergänzung zu meinem projekt- und techniklastigen Beruf.

Nach der Ausbildung zum Mentalcoach und -trainer und zum Erwachsenenbildner haben sich meine Abgebote erweitert. Ich habe mehr und mehr Menschen, Gruppen und Organisationen ganzheitlicher begleitet.

Die integrale Philosophie und Lebenspraxis konnte mich im Jahr 2008 anziehen, der ich mich seither vertieft widme. Ich habe inzwischen in verschiedenen Organisationen des integralen Feldes mitgewirkt.

Aus meinen persönlichen Interessen Beziehung, Sexualität, Spiritualität und Persönlichkeitsentfaltung ist ein vertieftes Studium geworden, aus dem Paarbegleitung, Sexualpädagogik und Meditationspraxis für Erwachsene als eine neue Berufung entstanden ist. Im Jahr 2020 habe ich auch die Ausbildung von Martin Ucik als Integral Relationship Group Facilitator abgeschlossen. Ich organisiere und moderiere Selbsterfahrungsgruppen, biete Coachings und Workshops an und bin als Autor tätig.

Von meinen Vorfahren habe ich 1998 und 2012 zwei Häuser übernehmen dürfen. Seither darf ich es entspannter nehmen mit der Aquisition von beruflichen Aufträgen und widme mich oft ehrenamtlich Projekten, die es wert sind, Wirklichkeit zu werden. Eines meiner Häuser, das 460-jährig ist, lasse ich seit 2018 schrittweise restaurieren und wünsche, dass in den nächsten Jahren eine Hausgemeinschaft mit gemeinnütziger Ausrichtung entsteht. Mit innerem Feuer widme ich mich neuen Formen des Zusammenlebens und Zusammenwirkens.
In der Übergangsphase vermiete ich Ferienwohnung und Gästezimmer, und manchmal biete ich Wochenendseminare in meinem Haus in Appenzell und an weiteren Orten an.

Remigius im Winter vor einem StallMeine berufliche Tätigkeit habe ich inzwischen noch mehr zu Gunsten von mehr Zeit für mich und für Freiwilligenprojekte reduziert, vor allem für die Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden (Hospizdienst), einem persönlichen Training mit den geheimnisvollen Verbindungen und Übergängen von unserem Alltagsleben in weitere Welten, für den Erfahrungskreis, das Integrale Forum, die Integrale Politik, fürs Schreiben, persönliche Lebenspraxis, Reisen und weiterhin im Fluss meines lebenslangen Lernens sein.

In den letzten dreissig Jahren habe ich einen Veränderungsprozess durchgemacht, von einem Wissenschaftler und Unternehmer mit dem Anspruch, (damals) zu den Pionieren und Besten seines Fachs zu gehören hin zu einem Teilzeit-Yogi und freiwillig Aktiven, der nichts mehr muss, sondern einfach tun darf, was ihm sinnvoll, nötig, nachhaltig und erfüllend erscheint. Es war teilweise anspruchsvoll, mit den Herausforderungen dieser inneren und äusseren Veränderungen umzugehen, z.B. weniger Einnahmen zu erzielen, mit finanziellen Unsicherheiten konfrontiert zu werden, weniger als Fachperson gefragt zu sein, von einem Fachidioten zu einem ganzheitlicheren Menschen zu werden, nichts Besonderes mehr sein zu wollen, den Primat des rationalen Denkens mit Gefühl und Intuition zu ergänzen, eine Menge alter Muster und mein bisheriges Selbstverständnis loszulassen und aufzugeben wissen zu wollen, wer ich nach all diesen Veränderungsprozessen sein werde.